• Dirk Woschei

Besuch bei der AWO


In der fröhlichen Runde des AWO-Vorstandes fühle ich mich sehr wohl

1. September 2020 – Heute Abend bin ich bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zu Gast. Um kurz vor 18:00 Uhr treffe ich in der Berliner Straße ein. Hier ist die Anna-Sievers-Begegnungsstätte der AWO beheimatet.


Herzlich werde ich von der AWO-Vorsitzenden Sabine Trenkner und ihren Mitstreitern empfangen. Frau Trenkner berichtet mir zunächst einige Details zur Geschichte des AWO-Ortsvereins in Uetersen, der bereits 1922 gegründet wurde. Damals, nach dem 1. Weltkrieg, herrschte auch in Uetersen große Not. Die AWO organisierte Suppenküchen und leistete Unterstützung zur Selbsthilfe. In der Nazi-Zeit war die AWO verboten und wurde enteignet. Anna Sievers gründete den Ortsverein gleich nach dem Krieg 1946 neu. Nach ihr ist auch die Begegnungsstätte benannt. Und wieder half die AWO dort, wo die Not am größten war, mit Suppenküchen und einem großen Strauß anderer Hilfsmaßnahmen.

Dieser Tradition fühlen sich die AWO-Aktiven von heute noch immer verpflichtet. Die regelmäßigen Treffen, die in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, laufen nun langsam wieder an:

Bei Kaffee und Kuchen treffen sich Senioren zum Klönschnack, zu Handarbeiten oder zu Gesellschaftsspielen. Zudem gibt es Nachmittage, an denen Vorträge oder andere besondere Aktivitäten auf dem Programm stehen. Dabei werden die Senioren fürsorglich und liebevoll von den Ehrenamtlichen betreut, die all diese Aktivitäten in ihrer Freizeit organisieren und vorbereiten.


Wir kommen auf viele Themen zu sprechen, die in Uetersen auf mich im Amt des Bürgermeisters zukommen werden, so auch auf das Thema Barrierefreiheit. Barrierefreiheit dient uns allen, denn sie macht unser aller Leben komfortabler. Gerade für Senioren ist es eine wichtige Voraussetzung, um im Alltag überhaupt mobil bleiben zu können.

Nach einer guten Stunde verabschiede ich mich wieder. Ich habe einen umfassenden Eindruck von der Arbeit der Arbeiterwohlfahrt bekommen und sehe mit großem Respekt auf den ehrenamtlichen Einsatz, der so viel praktische Hilfe bringt und den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt ungemein fördert.

© 2020 – Dirk Woschei. Alle Rechte vorbehalten.