• Dirk Woschei

Besuch bei der AWO-Klönrunde mit Kaffee und Kuchen


Gerne helfe ich beim Ausschank des Kaffees und Verteilen des Kuchens

23. September 2020 – Heute Nachmittag bin ich bei der AWO zu Gast. Um kurz vor 14.00 Uhr treffe ich in der Anna-Sievers-Begegnungsstätte in der Berliner Straße ein. Hier bin ich zu Gast bei einer Gruppe von Seniorinnen, die sich regelmäßig zu ihrer Klönrunde treffen. Die beiden ehrenamtlichen Helferinnen Anke Schipler und Jutta Frenßen haben selbstgebackenen Blechkuchen und duftenden Kaffee vorbereitet. Ich helfe beim Auftragen und komme so schnell mit den Seniorinnen ins Gespräch.


Nachdem alle ihr erstes Stück Kuchen verspeist haben, stelle ich mich den Damen in einer kurzen Ansprache vor und berichte von mir und meiner Motivation, Bürgermeister in Uetersen zu werden. Im Anschluss gehe ich von Tisch zu Tisch und nehme unter Einhaltung der Corona-Hygiene-Vorschriften bei den Seniorinnen platz.

Ich erkundige mich bei meinen Gesprächspartnerinnen nach ihrer Sicht auf unsere Stadt. Schnell kommen wir darauf zu sprechen, dass viele Wege in Uetersen für ältere Menschen schwer zu bewältigen sind. Selbst mit Hilfsmitteln wie Rollatoren kommt man vielerorts nicht gut voran: Sei es wegen zu hoher Bordsteine, sei es wegen der ungünstigen Neigung der Gehwege zur Fahrbahn hin, dass der Rollator immer wieder in Richtung Fahrbahn gelenkt werden. So haben die älteren Menschen oft große Schwierigkeiten, hier gegenzulenken.


Eine Dame berichtet mir, dass sie mit ihrem Gehwagen einmal buchstäblich aus dem Bus gefallen sei. Der Grund war ein rücksichtsloser Falschparker, der es dem Bus unmöglich machte, die Haltestelle korrekt anzufahren. Zum Glück ist hier nichts Schlimmeres passiert. Die Angelegenheit hätte aber schnell in einer Körperverletzung enden können.


Ich berichte von meinen Plänen, in Uetersen die Umsetzung der Barrierefreiheit in Angriff zu nehmen. Nur so kann die Beweglichkeit von älteren und behinderten Menschen im öffentlichen Straßenraum gewährleistet werden. Denn Barrierefreiheit ist für 10% unserer Bürgerinnen und Bürger unerlässlich, für 40% notwendig und für 100%, das sind wir alle, komfortabel. So ist Barrierefreiheit eine unbedingte Voraussetzung für die gute Lebensqualität in unserer Stadt. Die Berichte unserer Seniorinnen bestärken mich in meiner Ansicht, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht.


Außerdem wünschen sich meine Gesprächspartnerinnen, dass das Verbot des Fahrradverkehrs in der Fußgängerzone und im Rosarium stärker überwacht wird. Die Verbots-Beschilderung sehen sie ebenfalls als verbesserungsbedürftig an.


Nach etwa zwei Stunden habe ich mit allen Anwesenden gesprochen. Ich habe mich sehr gefreut, ihre Bekanntschaft zu machen. Ihre Anregungen für ein komfortableres Leben der Seniorinnen und Senioren in Uetersen haben mich für mein zukünftiges Handeln als Bürgermeister bestärkt. So werde ich gern einmal wieder vorbei schauen beim AWO-Klönschnack im Seniorentreff.

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