• Dirk Woschei

Besuch bei der Uetersener Tafel


Die Uetersener Tafel erfüllt eine wichtige Funktion im sozialen Leben unserer Stadt

7. September 2020 – Heute Vormittag bin ich mit Herrn Ferdinand Nanz verabredet. Er ist der 1. Vorsitzende der Uetersener Tafel e.V.


Um kurz vor 10 Uhr treffe ich bei Herrn Nanz ein. Wir kommen schnell ins Gespräch, und Herr Nanz berichtet mir, dass derzeit rund 60 Helfer ehrenamtlich für die Tafel im Einsatz sind. Viele von ihnen sind schon älter, so dass sich der Verein Unterstützung von jüngeren Menschen wünscht.


Unterstützung wird zum Beispiel bei der Abholung oder Verteilung von Lebensmitteln benötigt, aber auch bei anderen Aufgaben. Mittwochs und freitags findet derzeit die Lebensmittelausgabe statt. Die Kunden der Tafel sind etwa zu 80% Menschen mit Migrationshintergrund.


Die Ehrenamtler sammeln bei verschiedenen Lebensmittel-Händlern, Restaurants oder auch Drogeriemärkten Ware ein, die noch gut verbraucht werden kann. Die Ware wird dann sortiert und an die Kunden verteilt. So wird zum einen Verschwendung minimiert, da Ware, die nicht mehr verkauft wurde, dennoch ihrer Bestimmung zugeführt werden kann. Und auf der anderen Seite werden Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, im Alltag unterstützt.


Neben der Arbeit der Tafel nennt Herr Nanz mir verschiedene andere Anliegen, die aus seiner Sicht in Uetersen angegangen werden sollten. So greift aus seiner Sicht das Verbot des Fahrradverkehrs in der Fußgängerzone und im Rosarium nicht, weil es einerseits schlecht beschildert ist und andererseits nicht ausreichend überwacht wird. Eine polizeiliche Fußstreife könnte hier seiner Meinung nach Abhilfe schaffen.

Nach rund eineinhalb Stunden verabschieden wir uns. Ich habe über die unschätzbar wertvolle Arbeit der Tafel viel erfahren. Als Bürgermeister werde ich dieses wichtige bürgerschaftliche Engagement jederzeit unterstützen. Aber auch zu anderen Themen hat Herr Nanz mir klar seine Meinung gesagt, und für diese entschlossene Stimme eines am Gemeinwesen interessierten Bürgers bin ich sehr dankbar.

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