• Dirk Woschei

Besuch beim DRK


Das vielfältige Leistungsangebot, das die Mitglieder des DRK für Uetersen bereithalten, hat mich sehr beeindruckt

17. Oktober 2020 – Heute bin ich beim Deutschen Roten Kreuz – Ortsverein Uetersen e.V. zu Gast. Um kurz vor 19:00 Uhr bin ich im Albert-Schweitzer-Haus. Dort treffe ich die stellvertretende Vorsitzende Frau Astrid Kup und den Leiter der Bereitschaft, Herrn Florian Schlüter.


Meine Gesprächspartner berichten mir von den vielen unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen des Roten Kreuzes in Uetersen. Besonders bekannt ist sicherlich der Blutspendedienst. Frau Kup erzählt mir, dass viele Menschen aus früheren Zeiten noch das Bild im Kopf haben, man erhalte nach der Spende eine Erbsensuppe. Inzwischen hat sich vieles verändert und so erhält man nach der Spende einen hochwertigen Imbiss zur Stärkung.


Die Tätigkeitsfelder des DRK sind noch vielfältiger: Ein wichtiges Angebot für unsere Bürger, deren Leben sich nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens abspielt, ist die Kleiderkammer. Hier erhalten diese Menschen gegen eine geringe Schutzgebühr jegliche Kleidungsstücke, wie auch Gardinen, Bettwäsche und vieles mehr. Alles ist gut erhalten, frisch gereinigt und kommt aus Spenden. Die Kleiderkammer wird sehr gut angenommen – es zeigt sich, dass viele Uetersener auf dieses Angebot angewiesen sind.


Die Kleiderkammer hat große Platz-Sorgen. Denn die eingelagerten Artikel müssen bei jeder Ausgabe aufwändig ausgeräumt werden, da es keine festen Präsentationsräumlichkeiten für die Kleidung gibt. Im Anschluss an die Ausgabe muss alles wieder zurück geräumt werden, was sehr viel Kräfte und Zeit in Anspruch nimmt.

Ein sehr wichtiger Bereich liegt in der Zuständigkeit von Herrn Schlüter – die Bereitschaft. Die fast 50 Helferinnen und Helfer leisten im Jahr zusammen rund 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Sie übernehmen Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen, unterstützen logistisch den Blutspendedienst, stellen im Notfall Notunterkünfte zur Verfügung und versorgen Verletzte bei Verkehrsunfällen, z.B. bei Massenkarambolagen auf der Autobahn.


Auch die Geselligkeit hat ihren festen Platz beim DRK – sei es bei Spiel- oder Grillabenden. Das ist vielleicht mit ein Grund dafür, dass die DRK-Bereitschaft keine Nachwuchssorgen hat, sondern sich stetig personell erweitert.

Lediglich die wichtigen Fördermitglieder werden leider immer weniger. Eine Besonderheit stellt die Reiterstaffel dar, die in Zukunft auch bei Großevents eingesetzt werden soll. Das sehr informative Gespräch beschließen wir mit einem Rundgang durch die Räumlichkeiten und die Besichtigung der verschiedenen Einsatzfahrzeuge.


Nach gut 1,5 Stunden endet unser Treffen. Ich bin sehr beeindruckt von der Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements, das die Mitglieder des DRK hier für uns in Uetersen tagtäglich auf die Beine stellen. Diesen Dienst an der Gesellschaft möchte ich im Falle meiner Wahl zum Bürgermeister noch mehr öffentlich würdigen und unterstützen.

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