• Dirk Woschei

Gesprächsrunde mit den beiden Sportvereinen


Die Beachtung der Corona-Hygieneregeln ist bei meinen Gesprächen eine Selbstverständlichkeit

14. September 2020 – Heute Abend treffe ich kurz vor 19:30 Uhr im Vereinsheim des TSV Uetersen von 1898 e.V. in der Alsenstraße 23 ein. Hier bin ich mit den Vorständen der beiden Sportvereine TSV Uetersen und Rasensport Uetersen 1926 e.V. verabredet.

Meine Gesprächspartner sind Carsten Vater (1. Vorsitzender Raspo), Peter Mosler (2. Vorsitzender Raspo), Lutz Schölermann (1. Vorsitzender TSV), Christin Blaedtke (3. stellvertretende Vorsitzende TSV) und Silke Ladiges (erweiterter Vorstand TSV / Handball-Sparte).


Zunächst stellen wir uns alle in einer kurzen Vorstellungsrunde gegenseitig vor. Alle Vorstandsmitglieder engagieren sich bereits seit vielen Jahren, zum Teil seit Jahrzehnten, ehrenamtlich in der Vereinsarbeit.


Herr Schölermann berichtet, dass der TSV in der Zeit, in der die Schwimmhalle geschlossen war, sehr viele Mitglieder verloren hat. Glücklicherweise ist sie nun wieder geöffnet. So ist die Hoffnung groß, dass die Probleme mit der Wasserqualität nun der Vergangenheit angehören. Ich stelle heraus, wie wichtig mir die Schwimmhalle ist und dass ich mich stets für den Erhalt dieser für unsere Stadt so wichtigen Sport- und Freizeitstätte einsetzen werde. Denn neben der so wichtigen sportlichen Betätigung geht es uns auch darum, dass Kinder und Erwachsene schwimmen lernen und somit auch möglichen Badeunfällen besser vorgebeugt ist.

Große Sorgen macht den beiden Vereinen der Zustand der übrigen Sporteinrichtungen in unserer Stadt. Besonders beim Stadion ist seit vielen Jahren nichts mehr passiert. Nachhaltige Sanierungsmaßnahmen werden nicht angegangen.

In diesem Zusammenhang kommt Herr Vater vom Verein Rasensport auf den Sachstand in Bezug auf den Bau eines Kunstrasenplatzes zu sprechen. Der Verein wünscht sich dringend einen solchen Platz, um eine moderne, zeitgemäße Spielstätte zu erhalten. Da jedoch das gesamte Sportplatzgelände auf einem ehemaligen Müllplatz errichtet wurde, kann der angepeilte Standort für einen solchen Kunstrasenplatz – der derzeitige Grandplatz – voraussichtlich nicht dafür genutzt werden. Der Untergrund weist hierfür nicht die notwendige Tragfähigkeit auf. Denn die bestehenden Plätze zeigen bereits jetzt immer wieder Setzungen, die im Rahmen der Unterhaltungsmaßnahmen notdürftig ausgebessert werden. Ein Kunstrasenplatz hätte somit wahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit die gleichen Schäden.


Ich spreche mich für einen professionellen kommunalen Sportentwicklungsplan aus. Dieser soll zum einen den Bestand unserer Sportanlagen aufnehmen und zum anderen alle Sportvereine, wie auch die interessierten Bürger, nach ihren Wünschen für zukünftige Sporteinrichtungen befragen. Daraus resultieren sollen dann ganz konkrete Maßnahmen, um im Rahmen der Haushaltsmittel zielgerichtet den Sport in Uetersen wieder groß zu machen.

Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung beschreiben die Sportvereine als sehr gut. Es ist jedoch zu merken, dass nicht ausreichend Personal vorhanden ist. Darunter leidet oftmals die Kommunikation, und die Sportler erhalten viele wichtige Informationen nur auf Nachfrage. Wünschenswert wäre ein fester Ansprechpartner in der Verwaltung, der sich ausschließlich um die Anliegen des Sports kümmert.

Mir ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung unserer Sportvereine eine Herzensangelegenheit. Ihre ehrenamtliche Arbeit bietet vielen tausend Bürgerinnen und Bürgern die unterschiedlichsten Sportangebote. So tragen sie wesentlich zum gesellschaftlichen und sportlichen Leben in der Stadt bei. Ganz besonders wichtig ist dabei auch die Kinder- und Jugendarbeit.


Ich schlage vor, auch der Ehrung von Sportlern wieder den Stellenwert einzuräumen, den der Sport in unserer Stadt verdient hat. Herausragende sportliche Leistungen möchte ich im Rahmen des festlichen Neujahrsempfanges der Stadt Uetersen würdigen und die Sportler und die vielen ehrenamtlichen Helfer auszeichnen.

Nach knapp zwei Stunden ist unser sehr reger Gedankenaustausch beendet. Ich nehme viele Anregungen mit, die vor allem auch meine Vermittler-Rolle als zukünftiger Bürgermeister zwischen Kommunalpolitik und Sport betreffen. Auch in der Organisation einer modernen Verwaltung lässt sich sicher noch etwas optimieren und das werde ich umsetzen.

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