• Dirk Woschei

Umwelt- und Sozialausschuss


Die Ausschussarbeit nach der Sommerpause hat wieder begonnen

11. August 2020 – Heute tagt der Umwelt- und Sozialausschuss das erste Mal nach der Sommerpause. Für die Besucher ist aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen weniger Platz, als gewöhnlich und die einzelnen Stühle sind weit auseinander gestellt. Nach meinem Rücktritt als Ratsherr nehme ich mit den anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Zuschauer-Raum platz und komme sofort mit den anderen Besuchern ins Gespräch.

Um Punkt 19.00 Uhr begrüßt der Vorsitzende Bernd Möbius die Anwesenden und eröffnet die Sitzung. Nachdem die Tagesordnung einstimmig beschlossen ist, werden verschiedene Fragen zum Sachstand von bereits beschlossenen Maßnahmen an die Verwaltung gerichtet.

Im Anschluss geht es um den Bericht des Diakonievereins Migration. Der Verein kümmert sich im Auftrag der Stadt Uetersen mit den beiden Flüchtlingskoordinatorinnen Frau Alamsha und Frau Biskup um geflüchtete Menschen, die in Uetersen leben. Im Ausschuss herrscht große Einigkeit, dass die beiden Koordinatorinnen ihre Aufgabe ganz hervorragend meistern. Sie haben es geschafft, über die Zeit zu den vielen Ratsuchenden ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Daher zolle auch ich ihnen für diese Arbeit höchsten Respekt. Die Menschen, die das Beratungsangebot nutzen sind sowohl Einzelpersonen, als auch Familien mit Kindern. Sie stammen zumeist aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak und Eritrea, neuerdings auch Kenia, Somalia, Sudan und Benin.

Im folgenden Punkt stellt sich unsere neue Behindertenbeauftragte Frau Wennin vor. Sie hat sich vorgenommen, ein Netzwerk zu schaffen, insbesondere für alleinerziehende Schwerbehinderte. Für diese ergeben sich oftmals ganz besondere Fragestellungen, z.B. wer die Kinderbetreuung übernimmt, wenn man kurzfristig ins Krankenhaus muss.

Im nächsten Tagesordnungspunkt stellt Herr Christoph Kennerknecht von der Stabsstelle Sozialplanung und Steuerung des Kreises Pinneberg dem Ausschuss vor, wie die Kreisverwaltung die Städte und Gemeinden im Kreis besser miteinander vernetzen möchte, um soziale Themen für die Menschen im Kreisgebiet voranzubringen. Die Kommunen verfügen über viele Informationen und Daten, die bisher nicht im befriedigenden Maße untereinander ausgetauscht werden. Herr Kennerknecht und seine Kolleginnen und Kollegen möchten dies ändern, um aus den gewonnenen Erhebungen ganz konkrete Planungen abzuleiten. Denn die Daten sind kein Selbstzweck. Mit dem Ausspruch „aus Daten folgen Taten“ betitelt er denn Sinn und Zweck der Bemühungen.


Ein weiteres Thema des Ausschusses ist der Zuschuss für die Arbeit des Vereins „Wendepunkt“, der sich um verschiedene Präventionsprojekte in Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch bei Kindern kümmert. Auch hier herrscht große Einigkeit in der Politik, dass der Zuschuss in Höhe von 4.000,- € auch weiterhin für diese sehr wichtigen Projekte zur Verfügung stehen soll.


Während der Sitzung entwickeln sich bei mir einige Idee, wie man die vielen interessanten Themen, die hier behandelt werden, noch besser einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen könnte. Denn alle Themenprojekte, die der Ausschuss behandelt, sind für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt unglaublich wichtig. Ein breiteres Wissen hierüber nutzt allen Bürgerinnen und Bürgern.

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